23. Januar 2018 - Marketing, Design

EINFACH EINFACH BLEIBEN? GAR NICHT SO EINFACH!

Beim Thema Gestaltung ist die Wahrheit ganz simpel: Umständlich kann jeder. Wer sich beim Markenlogo nicht auf das Wesentliche beschränkt, hat die Rechnung aber ohne das Gehirn gemacht. Unser Denkapparat macht es sich nämlich gern leicht und schaltet auf Durchzug, wenn ihn zu viele Informationen gleichzeitig belästigen. Auch das Unterbewusstsein sieht dann gar nicht ein, sich eine Marke zu merken, geschweige denn, ihr etwas abzukaufen.

Darum erinnern wir uns immer wieder gerne an das wichtigste Grundgesetz der Werbung: Je einfacher die Lösung, desto besser. Denn umso schneller kommt die Botschaft an und umso leichter wird die Marke wiedererkannt. Die Regel gilt für jede Form der werblichen Kommunikation (Markennamen sollten möglichst kurz, Claims schön prägnant sein, usw.) – doch wir bleiben hier mal beim Logodesign.

Die Beschränkung auf wenige grafische Elemente beschleunigt die Wahrnehmung ganz enorm, einfache Bilder dringen auch noch besser in die Tiefen des Bewusstseins und werden dort mit der Dienstleistung in Verbindung gebracht. Außerdem lässt sich ein simples Logo ganz praktisch betrachtet viel einfacher auf die verschiedenen Einsatzzwecke bis hin zur Visitenkarte übertragen.

Die Entwicklung eines genial simplen Markenlogos ist allerdings die wirklich harte Schule. Denn um es dem Gehirn des Empfängers schön leicht zu machen, muss der Gestalter seines umso mehr anstrengen. Damit wenige Elemente trotzdem eine starke Wirkung entfalten und auch noch den Markenkern transportieren, braucht es strategische Überlegungen, Talent, Austausch mit Kollegen, viel Erfahrung und einen großen Papierkorb für verworfene Ideen.

Übrigens hilft es, immer mal wieder die Seiten zu wechseln und gedanklich zum normalen Verbraucher zu werden. Ganz ehrlich: Für komplizierte Dinge hat man doch selber keine Zeit.

Die Kommentarfunktion ist für diesen Artikel deaktiviert.